Netzfrequenz

Mit Netzfrequenz wird in einem Stromnetz die Frequenz der elektrischen Energieversorgung mittels Wechselspannung bezeichnet.

Sie wird in Hertz (Hz) angegeben. Im Verbundnetz in Europa beträgt die Netzfrequenz 50 Hz.

Die Netzfrequenz ist in einem Stromversorgungsnetz einheitlich und, bis auf kleinere Abweichungen vom Nennwert, zeitlich konstant.

Diese regeltechnischen Abweichungen zeigen den Lastverlauf des Stromnetzes. Das Projekt "Netzfrequenzmessung" kann diese Abweichungen sehr genau messen und anzeigen. Über die Größe der Frequenzabweichung kann die Energiedifferenz abgeleitet werden. Diese Energiedifferenz kann über eine einfache Formel berechnet bzw. abgeleitet werden:

Lambda ist der Netzlastkoeffizient, der diese Eigenschaft beschreibt. In Europa (UCTE Continental Europe) liegt dieser Netzlastkoeffizient zwischen 15,33 und 16,67 (je nach eingestellter Kennlinie in der Netzfrequenzanzeige). Die berechnete und auf der Netzfrequenzanzeige angezeigten Leistung stellt die Energiedifferenz im Stromnetz dar. Sie entspricht in etwa der primären Regelleistung. Der Messwert “primäre Regelleistung” auf der Netzfrequenzanzeige hat daher eher ein informativen Charakter.

Hinweis: In einigen Beschreibungen wird der Koeffizient auch in (MW/Hz) dargestellt.

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